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Dach-, Fassaden- und Balkonbegrünung. Welcome to Balkonia-Paradise.

Grün hinter den Ohren ist nicht optimal. Grün auf dem Dach hingegen schon!

Begrüne Dach oder Fassade und du leistest einen Beitrag zur Biodiversität.

Der Effekt ist sehr vielseitig: Es sieht schöner aus, kühlt die Umgebung und bietet Heimat für ganz viele Tiere, die dir helfen, Schädlinge zu bekämpfen. Ohne Gift.

Wie geht Dachbegrünung?
So viel vorweg: Dächer mit Dachbegrünung sind weniger anfällig und halten länger. Es gibt allerdings ein paar einfache Regeln zu beachten (siehe unten) und schon bist du im Business «make the world a better place» tätig. 

Begrüne auch den Balkon und spüre das angenehme Klima, das von so einer kleinen Oase ausgestrahlt wird. Beobachte die schönen Tiere, die zu Besuch kommen. Zoobesuch war gestern – unterstütze regionale Tierchen!

Wie geht Balkonia-Paradise?
Welche Pflanzen sind dafür geeignet? Wie stelle ich das am besten an? 

 

 
Was gilt es zu beachten: 
 

Substratdicke: 
Die aufgetragene Substratschicht sollte im gesetzten Zustand mindestens 10 cm dick sein. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Artenvielfalt bei weniger als 10 cm stark reduziert wird, da die Wasserspeicherfähigkeit für die meisten Arten zu klein ist. 

Relief:
Die ökologische Qualität kann man einfach erhöhen, indem man das Substrat nicht ausebnet.

Substrat:
Wir empfehlen natürliche, regional verfügbare Substrate mit verschiedenen Korngrössen (Sand, Kies) in Kombination mit offenporigen Substratkomponenten wie Blähton, Lava, Bims oder Recycling-Substrate. Der organische Anteil sollte bei 10 bis 15 % liegen.

Samenmischung:
Einheimisches Qualitätssaatgut für Dachbegrünungen mit CH-Ökotypen. Bei der Kombination mit Solaranlagen eine Mischung für Solargründächer mit niedrigwachsenden Arten. 

Zeitpunkt der Aussaat:
Beste Zeitpunkte sind Frühjahr und Herbst. (Juni bis August und November bis Februar aufgrund der Temperaturen meiden. 

Quelle: Bird Life

Begrünte Wände und Dächer

Ziegeldächer, Asphalt, Stein, Beton und da- zwischen Autos, Busse und Trams prägen den Siedlungsraum vielerorts. Alle Materialien heizen sich stark auf; deshalb ist es im Sied- lungsraum heisser und trockener als im begrün- ten Umland. Mit dem Klimawandel wird sich diese Tendenz noch massiv verstärken, wenn wir nicht Massnahmen dagegen ergreifen.

Begrünte Dächer und Wände spielen dabei eine wesentliche Rolle. Pflanzen kühlen die Luft durch Verdunstung von Wasser. Eine begrünte Hauswand oder ein intensiv begrüntes Dach strahlen zudem wesentlich weniger Wärme ab. Doch Pflanzen beeinflussen nicht nur Tempera- tur und Luftfeuchtigkeit. Sie binden auch viele feine Staubpartikel aus der Luft und damit auch Schadstoffe, die sonst in unsere Lunge gelangen würden. Nicht zuletzt werden Fassaden und Dä- cher durch die Begrünung vor dem Verwittern geschützt und das Klima in der Stadt und sogar dasjenige in den Innenräumen der Häuser positiv verändert.

Mit dieser Praxishilfe zeigt BirdLife Schweiz, wie mit begrünten Dächern und Hauswänden so- wohl das menschliche Wohlbefinden verbessert wird als auch neue Lebensräume für die Natur geschaffen werden können.

"Wusstest du, dass...?"

Männer mit Glatze sind die einzigen Lebewesen, die mit einem Beton- oder Steindach mitfühlen können. Auch sie ächzen unter der sengenden Sonne und hätten ihr Dach gerne begrünt.